6 Fragen an... Marc Gore

6 Fragen an...

Durch das Portal Rezi- Suche *Klick* bin ich auf den Autor Marc Gore gestoßen in der Horrorszene ist er schon lange bekannt und hat sich dort einen Namen gemacht.
Freundlicherweise schickte mir der Pandämonium Verlag *Klick* ein Exemplar der Horror-Anthologie "Opferblut" zu, in der es auch drei Kurzgeschichten von Marc Gore gibt. Bei dieser Gelegenheit habe ich dem Autor auch meine 6 Fragen stellen dürfen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei ihm bedanken.

Habt ihr Lust das Buch zu gewinnen? Dann beantwortet mir bis zum 11. Oktober 2015 folgende Frage: Wovor gruselt ihr euch am Meisten?

Zunächst stelle ich euch Marc Gore aber kurz vor.

Zum Autor



Marc Gore wurde 1974 nahe Bremen geboren.
Die lebhafte Phantasie fiel schon zur Grundschulzeit auf. Eine Zeit, in welcher der ziemlich verhaltensauffällige Schüler immer wieder seine Lehrer gegen sich aufbrachte, weil er einfach nicht dem normalen Deutsch-oder Kunstunterricht folgen wollte, sondern immer wieder durch makabere Aufsätze oder brutale (Wenn auch kindlich-naive) Comiczeichnungen auffiel. Doch der heutige Splatterpunk-Autor scherte sich schon damals nicht um gängige Meinungen. 
Der ersten Berührungen mit dem Horrorgenre machte Marc Gore schon recht früh mit einem gleichaltrigen Freund aus der Nachbarschaft. Zwischen 8 und 9 Jahren lernte er Klassiker wie "American Werewolf", "Poltergeist", "Der weiße Hai" sowie sämtliche Abenteuer des Maskenmörders Jason Voorhees kennen und lieben.
So eckte er bei Erziehern und Lehrern immer wieder an. Ein Umstand, der seine Abneigung gegen den Berufszweig der Pädagogen oder Moralapostel wahrscheinlich forcierte...
Zwar verlief die Schulzeit weitestgehend normal, aber die zeichnerischen Ambitionen verloren sich mehr und mehr (Was vielleicht auch ganz gut so ist). Und das Schreiben lag auf Eis.
Erst ab Anfang 20 wurden neue Schreibversuche gestartet. Natürlich wieder düsterer Horror. Ab 1998/99 wurden erste Geschichten wie etwa "Kakerlakenfraß" oder "Blutrache der Geschändeten", damals noch so etwas wie bessere Schulaufsätze, in Fanzines veröffentlicht. Das noch sehr junge Internet bot erste weitreichendere Veröffentlichungsplattformen. Hier machte Marc Gore in diversenen Litereaturforen von sich reden mit Geschichten, die vor Allem wegen ihrer drastischen Schilderungen von Gewalt und rohem Sex auffielen.
Serienkillergeschichten wie "Chopper" oder "Orgiastic" riefen ab 2001 diverse erhitzte Gemüter auf den Literatur-und Filmforen auf den Plan. Immer wieder verteidigte der Autor seine Standpunkte gegen Zensur und Medienkontrollen. 
Marc Gores Sicht auf die Verbreitung von Horror in filmischer, literarischer oder gametechnischer Form (Shooter etwa) ist als absolut anarchistisch zu bezeichnen. Es dürfe keine Kontrollinstanzen geben und keinerlei Zensur ausgeübt werden. Was zählt, ist die künstlerische Freiheit.
In dem Zeitraum wurden allerdings auch erste Anthologien heraus gebracht, die die eine oder andere bereits aus den alten Foren bekannte Geschichte beinhaltete. 
2003 gönnte sich Marc Gore eine jahrelange Ruhepause, bevor er ab 2010 einen neuen Versuch als Autor startete. Mit Twilight Line wurde ein Verlag gefunden, der die alten Marc Gore-Geschichten aus der ersten Schaffensphase in der Anthologiereihe "Dunkle Seiten" wieder veröffentlichte. Somit erschienen die ganzen alten Geschichten wohl sortiert in professionellen Sammelbänden zusammen mit den Werken anderer begabter Nachwuchsschriftsteller.
Auch eine Zusammenstellung bisher noch nie gedruckter Geschichten von Marc Gore erschien im Herbst 2012 unter dem Namen "The Terror Compilation". 
Heutzutage hat sich Marc Gore wieder mehr dem düsteren Phantastik-Horror zugewandt, die realen Serienkiller treten dabei etwas in den Hintergrund. Das soll aber nicht heißen, dass es nicht weiterhin blutig zur Sache geht.
Hartgesottene Leser mit festen Mägen dürften ihre Freude haben...

Offizielle Webpräsenz:

http://www.facebook.com/marc.gore.104?fref=ts
Quelle: Amazon offizelle Autorenseite

1. Schreibst du nur Kurzgeschichten oder gab bzw. gibt es von dir auch längere Bücher.

Nope, bislang gibt es nur kurze knackige Shorties von mir! 

2. Wo holt man sich denn die Inspiration für so abartig geile Storys her?

Indem man schon von frühester Kindheit sein Gehirn an sämtliche Extremitäten gewöhnt. 
Man kann eigentlich nicht früh genug anfangen, ha! War cool damals, die alte VHS-Zeit, da waren derbe Horrorfilme echte Trophäen für die Sammler.


3.  Wo kann man denn mehr von dir lesen?

Auf meiner Amazon-Profilseite *Klick* sind die Bücher und Anthologien verlinkt, allen voran halt meine Storysammlungen "The Terror Compilation" und "Grindhouse Splatter".

4. Was folgt als nächstes? Stehen neue Projekte an?

Demnächst werden endlich mal die beiden Filme mit meiner Beteiligung veröffentlicht. "Tagebuch des Wahnsinnigen" und "König der Kannibalen", einige Filmfeste wie das Indigo sind dafür angepeilt.

5. Hand aufs Herz gibt es etwas wovor du dich gruselst oder ekelst?

Spinnen kann ich nicht ausstehen. Allgemein bieten Insekten und Gliederfüßler aufgrund ihrer Abartigkeiten interessante Inspirationen für Monster Trash. "Fatal Desert" etwa mit den Riesenameisen, dem Auftakt der "Grindhouse Splatter"-Sammlung.

6. Hast du unter den Autoren ein Vorbild?

Mehr unter Filmemachern wie etwa John Carpenter, Wes Craven, moderner Robert Rodriguez und Quentin Tarantino. 
Sowie unsere allseits geliebten Italo-Regisseure... Unter Schriftstellern sind natürlich Stephen King und Clive Barker die Könige.



Zum Buch



In "Opferblut" geben sich bekannte Horrorautoren wie Marc Gore, Uwe Siebert, Rainer Innreiter und Manfred Klos die Ehre.
So entführt der Autor Uwe Siebert den Leser zum Beispiel in das postapokalyptische New York, wo ungeahnte Grausamkeiten auf die Charakter warten und eine Horde Kannibalen die Stadt unsicher machen. 
Wohingegen der Autor Marc Gore dem Leser eine blutige Abartigkeit nach der anderen serviert und unter anderem eine Horde hungrige Ghoule auf den Leser loslässt. Dabei macht er seinem Namen als Splatterfan alle Ehre, es wird gemetzelt, gefressen und zerstückelt, bis der Magen krampft.
In die düstere Unterwelt entführt der Autor Manfred Klos seine Leser in "Das Ding". Dabei wartet dort ein Monster, das nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Jeder Autor versteht es auf seine ganz eigene Art eine düstere und beklemmende Atmosphäre zu schaffen und den perfekten Rahmen für eine gute Horror Story zu bilden. Ich habe die Geschichten abends vorm Schlafen gehen gelesen, was vielleicht keine gute Idee war. denn aufgrund der sehr bildlichen Schreibweisen der Autoren ist mein Kopfkino regelrecht explodiert.
Fans mit robusten Magen und starken Nerven werden hier voll auf ihre Kosten kommen.


Buchinfo

  • Broschiert 12,95 Euro
  • 208 Seiten
  • Herausgeber: Pandämonium Verlag
  • Ab 18. Jahren empfohlen
  • Erscheinungsdatum: Mai 2015

  • ISBN-10: 3944893069
  • ISBN-13: 978-3944893068




Kommentare:

Sabrina S. hat gesagt…

Der Inhalt des Buches hört sich schon einmal sehr spannend an und ich würde sehr gerne das ganze Buch lesen. Ich drücke die Daumen, dass ich ein Exemplar gewinne.

Zur Frage: Ich grusele mich am Meisten vor großen Spinnen - aber damit bin ich leider wohl nicht alleine. Aber auch die Dunkelheit ist erschreckend für mich. Somit gehe ich nicht gerne allein in den Keller bei Nacht ;-)

Meine Mailadresse ist sunshinesaar@web.de

Nicole Ehemann hat gesagt…

Hm, Angst ist so ein großes Wort. Ich sage mal lieber Respekt :D
Ich habe Respekt vor Porzellanpuppen, da habe ich leider ein Kindheitstrauma *danke Oma* -.-

Tiffi2000 hat gesagt…

Hallo,

ein toller Beitrag! Ich grusele mich ehrlich gesagt nicht vor so vielen Sachen, Insekten finde ich aber ziemlich eklig und vor denen gruselt es mich dann auch manchmal ;)

LG (PPS13743@ku.de)