Feuerschwester, Emiko Jean



"Stirb", flüsterte ich in die kühle Nachtluft hinein. Geh einfach. Das tat sie natürlich nicht. Dabei wäre dann alles so viel leichter gewesen."

Auszug aus "Feuerschwester" von Emiko Jean 







Meine Schwester und ich sind unzertrennlich.

Meine Schwester liebt das Feuer.
Meine Schwester hat etwas Furchtbares getan.

Verwitterte Mauern, Nebel, Stacheldraht – das sieht Alice, wenn sie aus dem Fenster blickt. In der psychiatrischen Anstalt auf Savage Isle soll sie das schreckliche Feuer verarbeiten, in dem ihr Freund Jason ums Leben kam. Alice hat nur vage Erinnerungen an jenen Abend, doch sie ahnt, dass Cellie etwas damit zu tun hatte. Cellie, ihre gestörte Zwillingsschwester, die schon als Kind das Spiel mit dem Feuer liebte. Die krankhaft eifersüchtig war auf die Liebe zwischen Alice und Jason. 
Und die ebenfalls in die Klinik auf Savage Isle eingeliefert worden ist …


Wie hat es mir gefallen?

In den letzten Monaten bin ich ein großer Fan von Jugenthrillern geworden. Diese stehen den Thrillern für Erwachsenen oft in nichts nach. "Feuerschwester" beginnt auch gleich mit einem ordentlichen Schocker. Celestine versucht ihre Schwester umzubringen.
Dabei kommt aber nicht diese sondern deren Freund Jason ums Leben, woraufhin Alice in die Psychiatrie eingewiesen wird. Um die Therapie zu unterstützen soll sie ein Tagebuch führen und beschreibt darin ihr dramatische Kindheit und die Faszination ihrer Schwester für das Böse und das Feuer. Alice muss bald erkennen, dass auch ihre Schwester sich in der Klinik befindet und ihr nach dem Leben trachtet, so bleibt ihr nur ein Ausweg, sie muss ihr zuvor kommen.
Die Autorin schafft eine sehr bedrückende Atmosphäre in einer Jugendpsychiatrie. Lange weiß man nicht wer Alice schaden und wer ihr eigentlich nur helfen will. "Feuerschwester" ist zum Großteil aus der ICH Perspektive aus der Sicht von Alice erzählt, was einen sehr intensiv Blick in ihr Gefühlswelt und Gedanken gewährt. Die Geschichte wird immer wieder von Tagebucheinträgen unterbrochen und diese haben mich schockiert und traurig gemacht, denn darin beschreibt Alice sehr eindringlich ihre Kindheit und ihr Verhältniss zu Celestine. 
Ich ahnte irgendwann worauf die Story vielleicht hinauslaufen könnte aber wirklich greifen konnte ich es nicht, stattdessen hat mich die Autorin mit immer neuen Enthüllungen und Wendungen schockiert. Nur um am Ende noch einmal eines draufzulegen.

Mein Fazit

"Feuerschwester" war ein Jugendpsychothriller der mich komplett von sich überzeugen konnte. Mit schockierenden Wendungen und einer Story die mich sofort packen und fesseln konnte, kann ich Thrillerfans "Feuerschwester" nur wärmstens empfehlen. Lasst euch schockieren und in die Irre führen.

Buchinfos




Emiko Jean
"Feuerschwester"
Einzelband
Gebundene Ausgabe 15,00 €
eBook 11,99 €
320 Seiten Printausgabe
Herausgeber: Ravensburger Verlag
Erscheinungsdatum: 29. Januar 2017
Ab 14 Jahren empfohlen


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