Geisterkind, Christine Millman


Die Bücher von Christine Millman haben es mir wirklich angetan. "Geisterkind" war vom Cover her schon ein echter Eyecatcher und hat mich auf eine magische Geschichte hoffen lassen.
Inja wird während eines Schneesturms geboren. Ihre weiße Haut, die blassen Lippen und die Augen mit der Farbe von Quellwasser wecken bei den Menschen Misstrauen und Ablehnung. Einzig ihr bester Freund Ban spendet ihr Trost. Eines Tages wird ihr Vater von Söldnern getötet und ihre Mutter geschändet, weshalb ihr Oheim sie an einen Konvent verkauft. Ban schwört sie freizukaufen und zu retten, doch bevor es dazu kommt wird der Konvent von Kriegern des Südens überfallen und Inja verschleppt. 
"Geisterkind"ist ein Einzelband und in sich abgeschlossen mit einem perfekten Ende. Der Autorin ist es wieder einmal gelungen mich schon ab der ersten Seite gefangen zu nehmen. Die Geschichte mutet an ein historisches Buch an, mit anfangs leicht gestreuten Fantasyelementen, die zum Schluss mehr werden. Die Zeit, in der "Geisterkind" spielt, könnte auch das späte Mittelalter sein.
Die Kapitelunterteilung folgt den jeweiligen Handlungsort und ich habe die meiste Zeit Inja auf ihrer langen und beschwerlichen Reise begleitet. Ich habe mit ihr um ihre Familie getrauert, im Konvent gelitten und mich bei dem südlichen Kriegerstamm gefürchtet. Inja war ein toller Charakter, sie wächst mit der Zeit über sich selbst hinaus und erlangt innere Stärke, dabei bleibt sie stets sich selbst treu und ist überaus sympathisch gezeichnet. Auch die Nebencharakter verblassen nicht neben ihr, als Leser baut man sofort zu jeden einzelnen einen Draht auf und hasst oder liebt sie.
Christine Millman konnte mich mit "Geisterkind" wieder einmal überraschen und auch wenn ich versucht habe das Ende so lange wie möglich heraus zu zögern konnte ich das Buch zum Schluss doch mit einem zufriedenen Seufzer schließen.
"Geisterkind" war definitiv nicht das letzte Buch, welches ich von Christine Millmann gelesen habe und spätestens jetzt bin ich ein großer Fan ihrer Bücher.

Inhalt

Während eines Schneesturms erblickt Inja das Licht der Welt. Ihre Haut und Haare sind weiß, die Lippen blass und die Augen haben die Farbe von Quellwasser. Die Menschen nennen sie Geisterkind und begegnen ihr mit Misstrauen und Ablehnung. Trost findet sie nur im Wasser, bei den Geschöpfen der Tiefe, zu denen sie von Kindesbeinen an eine seltsame Verbindung verspürt und bei Ban, ihrem einzigen Freund, der als vaterloser Bastard ebenso geächtet wird wie sie. 
Als Söldner das Dorf heimsuchen und Injas halbe Familie töten, geben die Menschen ihr die Schuld an dem Geschehen und verkaufen sie an einen Konvent, der viele Tagesreisen entfernt auf einer einsamen Halbinsel liegt. Ban schwört, dass er Inja eines Tages befreien wird. 
An diesem Versprechen hält er fest. Doch die Götter zeigen sich launisch. Bevor er Inja freikaufen kann, wird der Konvent von einer Kriegerhorde überfallen, die sie und andere Mädchen entführen und in ein fernes Land verschleppen. Inja ist verzweifelt, vor allem als sie erfährt, dass sie mit einem der Krieger vermählt werden soll ...

Buchinfos

  • Taschenbuch 9,99 Euro
  • eBook 2,99 Euro im kindleunlimeted Deal kostenlos
  • 382 Seiten
  • Über CreateSpace Independent Publishing Platform verlegt
  • Erscheinungsdatum: Oktober 2014

  • ISBN-10: 1502724243
  • ISBN-13: 978-1502724243

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